« Vorheriger Artikel: Ab in die Praxis! 
22.05.2014 14:45 Alter: 5 yrs
Kategorie: Chrischona Schweiz, Literaturarbeit
Von: Markus Dörr

Jesu Schurke

Josef Müller erzählt in der Chrischona Muttenz, wie er immer reicher wurde


Josef Müller erzählt seine Lebensgeschichte als „ziemlich bester Schurke“ in der Chrischona-Gemeinde Muttenz

Einst Ganove, heute Christ. Josef Müllers Geschichte fesselt auch die Muttenzer.

Er war zu Gast bei Markus Lanz, Ruedi Josuran und Peter Hahne: Josef Müller, der „ziemlich beste Schurke“. Wie er 40 Millionen Mark auf sein Konto scheffelte, alles verzockte, vom FBI gejagt wurde und schliesslich im Gefängnis Jesus kennenlernte, ist schliesslich eine krasse Geschichte. Rund 130 Zuhörern erzählte er sie in der Chrischona-Gemeinde Muttenz.

Koffer voller Drogengeld

„Gier frisst Hirn“ – mit diesem geflügelten Wort bringt Josef Müller den ersten Teil seines Lebens auf den Punkt. Der querschnittsgelähmte Steuerberater von Münchens Schickeria lebte sein Leben auf der Überholspur. Mit einem guten Auskommen war er nicht zufrieden. Josef Müller wollte immer mehr Geld, Autos und Yachten besitzen. Dafür liess er sich unter anderem mit „Bruce“ ein. Für den Gangster aus Miami schaffte er Geld aus Waffen- und Drogenverkäufen nach Deutschland. Fesselnd und amüsant berichtet Josef Müller von seinen Gaunerstücken. Etwa wie er mit Bruce über die Handtücher stritt, die er als Tarnung für die Geldkoffer benutzen wollte, und die Bruce wichtiger schienen als die Millionen Dollar.

Vom Saulus zum Paulus

Josef Müllers Anekdoten aus der Welt des Jet Sets, der Reichen und Schönen, ziehen seine Zuhörer schnell in den Bann. Doch der spannendste Teil kommt erst noch. Mit grosser Leidenschaft berichtet der Saulus, wie er zum Paulus wurde. Nachdem Josef Müller wegen seiner Betrügereien schliesslich ins Gefängnis musste, fühlte er sich mutterseelenallein.
„Ich war in der dunkelsten Stunde meines Lebens angekommen. Auf einen Schlag brachen mir alle zwölf Elemente weg, aus denen ich die Josef-Müller-Erfolgsstory gestrickt hatte: Gesundheit und Kraft, Geld, Erfolg, Selbstsicherheit, Luxus, Ehre, Freiheit, Liebe, Freundschaft, Sex und Drogen – alles war weg“, liest Josef Müller aus seinem Opens external link in new windowBuch „Ziemlich bester Schurke“, das im Brunnen Verlag Basel erschienen ist. Der Bibelvers „Sei unerschrocken und unverzagt, denn dein Gott ist bei Dir" (Josua 1,9) habe ihm „kolossale Kraft“ gegeben. Dann habe er in christlichen Büchern vom „lebendigen Glauben“ an Jesus erfahren. Schliesslich sprach er in seiner einsamen Zelle ein selbst formuliertes Gebet, bat darin um Vergebung und übergab sein Leben Jesus.

Josef Müller in göttlicher Mission

Heute hat Josef Müller zwar hohe Schulden und ein bescheidenes Einkommen, ist aber endlich zufrieden. Im Leben mit Jesus habe er die wahre Freiheit und den wahren Reichtum entdeckt. Deshalb empfiehlt er den Glauben an Jesus auch anderen und hat seine Lebensgeschichte aufgeschrieben. Lebendig, beeindruckend und „nicht eine Sekunde langweilig“ empfanden die Zuhörer in der Opens external link in new windowChrischona Muttenz die Geschichte von Josef Müller. Sie verabschiedeten den Autor mit langem Applaus und standen Schlange für sein Buch. Der stellte nochmal klar: „Bei allen Vorträgen geht es nicht um mich, sondern ihm, Jesus, gehört alle Ehre. Dass ich in die Öffentlichkeit trete, ist meine Aufgabe und sein Werk“.

Wer Josef Müller in der Chrischona Muttenz verpasst hat, kann den „ziemlich besten Schurken“ am 27. Juli 2014 um 20 Uhr im Konferenzzentrum St. Chrischona hören. Er ist Gast bei „Bonheur – der inspirierenden Urlaubswoche im Dreiländereck“.