« Vorheriger Artikel: Bilder, die bleiben 
30.04.2014 18:30 Alter: 5 yrs
Kategorie: Chrischona International
Von: Michael Gross

Kinderzeit am Segensort

„Chrischona-Kinder“ kehren nach St. Chrischona zurück


Gruppenbild der Chrischona-Kinder vor dem Brüderhaus auf St. Chrischona 2014

Als unveränderter Fixpunkt für die Chrischona-Kinder dient das Brüderhaus auf St. Chrischona.

Chrischona-Kinder erinnern sich anhand alter Fotos in der Chrischona-Ausstellung an die Kinderzeit auf St. Chrischona.

Alte Fotos wecken Erinnerungen.

Ueli Mauch beschreibt beim Treffen der Chrischona-Kinder Veränderungen auf dem Chrischona-Campus

Ueli Mauch, Leiter Infrastruktur, zeigt Chrischona-Kindern, was sich auf dem Chrischona-Campus alles verändert hat.

Da sprudelten die Erinnerungen: „Das Fenster oben links, das war mein Zimmer“ – „Auf diesem Platz haben wir immer Rollhockey gespielt“ – „Weisst Du noch, damals …“. Etwa hundert „Chrischona-Kinder“ folgten am Sonntag, 27. April 2014, der Einladung zu einem Treffen auf St. Chrischona. Gemeinsam mit Ehepartnern und Kindern besuchten sie den Ort, an dem sie als Kinder aufgewachsen sind, weil ihre Eltern hier arbeiteten. Sie brachten gute Erinnerungen mit – und schauten interessiert, wie sich der Ort ihrer Kindheit verändert hat.

Eine Erinnerung, die gut schmeckt

Die Erinnerungen an Chrischona haben auch einen guten Geschmack. Nämlich den, des leckeren Brotes aus dem Holzofen der früheren Chrischona-Bäckerei. Daniel Hurni und seine fünf Brüder haben in der Wohnung über der Backstube gewohnt. Immer wenn gebacken wurde, gab es leckere kleine Brötchen als Ableger für die Kinder. Wie alle „Chrischona-Kinder“, hat Daniel Hurni gute Erinnerungen an Chrischona. Bis 1989 wohnte er auf Chrischona. Sein Vater Walter Hurni war Melker in der Landwirtschaft.
Der Tag war auch ein Tag des Wiedersehens. „Manche habe ich seit Jahrzehnte nicht gesehen“, sagt Fritz Rüdiger. Sein Vater Hans Rüdiger war Jahrzehnte lang Dozent für Musik auf Chrischona. Beim gemeinsamen Mittagessen und einem Rundgang über den Chrischona-Campus war Zeit für Begegnung und Gespräche. Auf dem Dachboden der Kirche bestaunten sie die Chrischona-Ausstellung – und entdeckten auf alten Fotos bekannte Gesichter von früher. Überhaupt waren manche das erste Mal auf dem Dachboden der Kirche, denn zu ihrer Zeit war er für Kinder tabu.

Was hat sich auf St. Chrischona verändert?

„Gibt es das Holzofenbrot denn heute noch?“, wollten manche wissen. Leider nein. Der Ofen steht zwar noch, ist aber in die Jahre gekommen und nicht mehr in Schuss. Und es fehlt an geeigneten Bäckern. Mit der Zeit kommen die Veränderungen. Chrischona ist heute anders als vor 10, 20 oder 50 Jahren. Gebäude sind hinzugekommen oder werden anders genutzt als früher. Manche Arbeitsbereiche wie die Bäckerei oder die Buchbinderei haben ihre Zeit gehabt, heute stehen andere im Zentrum: etwa der Gäste- und Konferenzbetrieb im Opens internal link in new windowKonferenzzentrums St. Chrischona.
Für viele Menschen ist Chrischona ein Segensort, ein Ort, an dem ihnen Gutes widerfahren ist – heute wie früher. Dieser Segen scheint sich auch über Generationen zu übertragen. Das findet jedenfalls die 26-jährige Stefanie Rüdiger, die mit ihrem Vater Fritz Rüdiger an dem Tag dabei war, sozusagen als ein „Chrischona-Enkelkind“. „Ich habe all das mitgekommen“, erzählt sie, „was meine Grosseltern und Eltern auf Chrischona an Gutem erlebt haben.“ Es sei gutes Gefühl, solch ein Erbe zu haben.

Übrigens: Sie müssen nicht Chrischona-Kind sein, um St. Chrischona selbst einmal zu besuchen. Der Besucherdienst von Chrischona International führt Sie gerne herum. Mehr Informationen auf: chrischona.org/besucherdienst