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14.05.2017 12:03 Alter: 73 days
Kategorie: Chrischona International
Von: Heike Wassong

Was könnte aus mir noch werden?

Chrischona-Seniorentag 2017 mit Hanspeter Wolfsberger


Chrischona-Seniorentag 2017: Was könnte aus mir noch werden?

Viele der rund 800 Teilnehmer erleben den Chrischona-Seniorentag als Stärkung in ihrem Lebensalltag.

Hanspeter Wolfsberger, Referent des Chrischona-Seniorentags 2017

Hanspeter Wolfsberger redet über «Was könnte aus mir noch werden?» und «Das Lied vom guten Ausgang lernen».

Ein Seniorentag zum Altern und Sterben? Trotz des herausfordernden Themas wurde der Anlass von Chrischona International am 9. Mai für viele der 800 Teilnehmer zur Stärkung im Lebensalltag. Denn Referent Hanspeter Wolfsberger hatte nach St. Chrischona gute Tipps aus der Bibel mitgebracht.

Viel Humor trotz Schwergewicht

«Was könnte aus mir noch werden?» und «Das Lied vom guten Ausgang lernen.» waren die Titel von Hanspeter Wolfsbergers Vorträgen. «Alt werden will jeder, aber keiner will älter werden. Warum schwingt beim Thema Altern immer so viel Negatives mit?», fragte er und widmete seine beiden Referate eben diesen Themen: Altern und Sterben.
Bei aller Nachdenklichkeit und allem Schwergewicht trug er mit viel Humor vor. Opens external link in new windowHanspeter Wolfsberger ist Pfarrer und Leiter des Hauses der Besinnung in Betberg im Markgräfler Land zwischen Freiburg und Basel. Elf Jahre war er Leiter der Liebenzeller Mission und ist bekannt als gefragter Redner und Autor von Büchern sowie Zeitschriftenbeiträgen.

Die drei Prinzipien des Kaleb

Grundlage seines ersten Vortrages war das Buch Josua, das von der Gottestreue und dem Vertrauen des Kaleb erzählt, der im hohen Alter noch Grosses vollbringen konnte. Hanspeter Wolfsberger sprach auch über seine eigene Begegnung mit einem Mann, der sich einmal die rund 70 Männer seiner Gemeinde anschaute und feststellte, dass sie mehrheitlich unzufrieden waren. Nur drei oder vier Ausnahmen gab es unter ihnen: diejenigen, die zufrieden leben, weil sie dankbar sein können, offen für Veränderungen und angstfrei sind.
In dieser Lebensweise findet Hanspeter Wolfsberger die drei Prinzipien des Kaleb: Das Vertrauen auf Gott, das stetige Üben «guter Gewohnheiten, des Gebetes, des Blickes auf Gott» sowie der Bitte um einen neuen Geist. Das Gebet sei ein Bewusstmachen, dass Gott da ist. «Und dieses Bewusstsein macht gelassener», sagte Hanspeter Wolfsberger. Zu dem «Ausrichten auf den Himmel» führe das Üben – ganz praktisch etwa durch die Tagesgebete.

Sein lassen

Auf sein Sterben könne man sich vorbereiten. Und zwar früh im Leben, indem man gehen lasse: Dinge, Menschen, Pläne. «Damit werden wir gelassen. Indem wir sein lassen», meinte Hanspeter Wolfsberger. Wer vergeben, loslassen und sich in Gottes Hand fallen lasse könne, richte sein Leben auf Gott aus. Auch das sei eine Vorbereitung: das stete Üben des Gebetes. «Wenn das Beten eingeübt ist, dann betet es eines Tages in uns.» Hanspeter Wolfsberger schloss seine Vorträge mit einem Zitat aus dem Buch Johannes: «Als es Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.»

Chrischona-Seniorentag: «Stärkung im Lebensalltag»

Diese Aussicht machte vielen Senioren Mut. Eine Teilnehmerin schrieb im Anschluss: «Das war seit Jahren der schönste Seniorentag», ein Chrischona-Pastor lobte «die Stärkung im Lebensalltag» und ein anderer die «Willkommenskultur» von Chrischona International. Zum gelungenen Anlass trug neben den Impulsen des Referenten auch die gute Organisation und ein interessantes Programm bei. Dazu gehörten gemeinsamer Gesang, musikalische Kostproben des tsc-Chors, Gesprächsrunden auf dem Podium, eine Führung über den Chrischona-Campus und ausreichend Zeit für Begegnungen.

Die Vorträge von Hanspeter Wolfsberger können Sie unten herunterladen oder online anhören auf Opens external link in new windowwww.soundcloud.com/chrischona