Direktoren Chrischona International

Seit März 2012 ist mit René Winkler der achte Direktor von Chrischona International im Dienst. Jeder einzelne seiner Vorgänger hat mit seiner besonderen Persönlichkeit den Chrischona-Verband geprägt und verändert.

Jeder Chrischona-Direktor hatte aber auch mit den Herausforderungen seiner Zeit zu kämpfen – von bitterer Armut in der Zeit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert bis hin zur weltweiten Finanzkrise Anfang des 21. Jahrhunderts.


René Winkler ist Direktor von Chrischona International
René Winkler, der achte Chrischona-Direktor

René Winkler

Direktor seit März 2012
René Winkler (geb. 1960) war schon vor seiner Amtszeit Mitglied des Leitungsteams von Chrischona International, als Leiter von Chrischona Schweiz. Am 24. September 2011 wurde er vom Komitee von Chrischona International zum Direktor gewählt. Seine Erfahrung und Vernetzung helfen ihm in seinem Dienst. In seine Zeit als Direktor fällt die Umbennung des Werks von „Pilgermission St. Chrischona“ zu „Chrischona International“.

Sein Motto
„Wenn mich die Liebe Gottes nicht treibt, habe ich viel leeres Stroh gedroschen. Was immer ich tue, die Liebe Gottes soll mich motivieren.“

Seine Herausforderungen
Die Vision der Chrischona International zu konkretisieren und Umsetzungsprozesse zu moderieren ist Anliegen, Ziel und gleichzeitig Herausforderung der strategischen Arbeit von René Winkler. Dabei will er keine bestimmte Form von Gemeinde fördern, sondern die Werte des Reiches Gottes und der neutestamentlichen Gemeinde. Örtliche Gemeinden können und dürfen sich in der Form und Ausprägung unterschiedlich entwickeln. Er möchte auch die Bildungsarbeit am Opens external link in new windowTheologischen Seminar St. Chrischona weiterentwickeln. Ausserdem ist es sein Herzensanliegen, Menschen für Chrischona International zu gewinnen – vor allem die nächste Generation.


Markus Müller, Chrischona-Direktor nach der Jahrtausendwende

Markus Müller

Direktor 2001-2012
Markus Müller (geb. 1955) ist ein Vordenker, Visionär und Gesellschaftskritiker. Ihm liegt die Verantwortung am Herzen, was aus Europa wird und welchen Beitrag die Pilgermission St. Chrischona als europäisches Werk dazu leisten kann. Und sei es, so mit den Worten des Chrischona-Gründers Christian Friedrich Spittlers, „nur im ganz Kleinen.“ Müller waren als Direktor die Beziehungen untereinander wichtig. Ob es Stille Tage waren oder Gespräche mit den Studenten, es ging ihm um Begegnung der Herzen. Er startete den Visionsprozess der Pilgermission St. Chrischona und stand für die „5 V’s“, welche die Chrischona-Kultur prägen: Vertrauen, Verantwortung, Versöhnung, Voraussicht und Verfügbarkeit. Er ist Autor mehrerer Bücher.

Sein Motto
„Wir müssen weiterdenken und nicht nur den nächsten Schritt sehen. Wir sollen die Zukunft lieben! Wir Christen haben Entscheidendes zu sagen. Zu Themen der Wirtschaft, Bildung, Gesundheit und Politik. Es gilt, Orte der Hoffnung zu stiften und diakonische Projekte zu wagen.“

Seine Herausforderungen
Die fetten Jahre sind vorbei. Die Finanzkrise schüttelte Europa und wirkte bedrohlich auf die Zukunft. Das verunsicherte die Menschen. Ausserdem standen christliche Werte sowie Ehe und Familie zunehmend auf dem Prüfstand.


Der sechste Direktor der Pilgermission St. Chrischona
Sechster Direktor Karl Albietz

Karl Albietz

Direktor 1991-2001
Karl Albietz (geb. 1942) ist ein Evangelist, ein Reformer. Unter seiner Leitung wurde der Name „Theologisches Seminar St. Chrischona“ (tsc) eingeführt. Frauen und Männer wurden fortan gemeinsam unterrichtet. Nun konnte zudem der Schwerpunkt des Studiums in Missions- oder Gemeindearbeit gewählt werden. 1999 wurde es durch den ctl-Verbund möglich, internationale Bachelor-Abschlüsse anzubieten. Im selben Jahr bereicherte die erste Klasse des tsc-Jahreskurses das Theologische Seminar St. Chrischona. Ausserdem wurde unter seiner Leitung das Opens internal link in current windowKonferenzzentrum auf dem Chrischona-Campus eingeweiht.

Sein Motto
„Wir Christen müssen uns gesellschaftspolitisch wieder einmischen und das Evangelium in unsere Zeit hinein verkündigen!“

Seine Herausforderungen
Die Abgrenzung unter Christen machte vieles schwerer und der Aufschwung der charismatischen Kirchen löste vielerorts Unbehagen aus. Lediglich gut zu predigen genügte in der Zeit von Albietz längst nicht mehr. Der Beruf des Predigers ist komplexer und herausfordernder geworden.


Edgar Schmid war 24 Jahre lang Direktor der Pilgermission.
24 Jahre lang prägte Direktor Edgar Schmid das Werk.

Edgar Schmid

Direktor 1967-1991
Nachfolger von Hans Staub war Edgar Schmid (1922-2003). Unter seiner Leitung wurde im Jahr 1968 die Opens external link in new window„Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel“ , kurz „amzi“, als Zweig der Chrischona International gegründet. Sein Anliegen war es, dass von den tsc-Studenten Wirkung ausgeht.

Sein Motto
„Bewährtes erhalten, Neues wagen! Unsere Lehrsäle sollen Pflanzgärten und Werkstätten des Heiligen Geistes sein. Was uns stark macht, ist die Macht und Gegenwart des Heiligen Geistes.“

Seine Herausforderungen
Noch nie zuvor wollten so viele Menschen auf St. Chrischona studieren. Die Höchstzahl an Anmeldungen nach dem Krieg wurde registriert. Zudem gab es grosse Bauanliegen: Das Mehrzweckgebäude mit Wohnungen, Werkstätten und einer Wäscherei konnte bezogen werden. In seiner Zeit wurden ausserdem diverse Kurzseminare und missionarische Kurzeinsätze durchgeführt.


Hans Staub war der erste Leiter mit der Bezeichnung „Direktor“.

Hans Staub

Direktor 1947-1967
Im Alter von 81 Jahren übergab Veiel die Leitung des Werks an Hans Staub (1898-1967). Er war ein grosser Lehrer und wurde erster „Direktor“ der Pilgermission St. Chrischona. Nach den beiden Weltkriegen blühte sie regelrecht auf. 1950 fand erstmals die „Heiligungskonferenz“ statt. Heute heisst die Sommerkonferenz auf St. Chrischona Opens external link in new window„BONHEUR – die inspirierende Urlaubswoche im Dreiländereck“.

Sein Motto
„Für meine Aufgaben, die ich zu bewältigen habe, hole ich mir Kraft aus der Stille vor meinem Herrn. Nur über dem hörenden Gebet können wir unter seinem vollen Segen stehen.“

Seine Herausforderungen
Seine Zeit war Aufbauzeit, innen wie aussen. Die Studentenzahlen am tsc nahmen stetig zu und für sie musste Raum geschaffen werden. Das Wachstum des Werks bedeutete sehr viel Arbeit für Hans Staub.


Schwiegersohn von Karl Heinz Rappard und der dritte Leiter und Inspektor der Pilgermission St. Chrischona
Schwiegersohn von Rappard und dritter Leiter sowie Inspektor der Pilgermission St. Chrischona

Friedrich Veiel

Leiter und Inspektor 1909-1947
Rappards Schwiegersohn Friedrich Veiel (1866-1950) wurde vom Komitee nach dem Tod seines Vorgängers zum Leiter und Inspektor der Pilgermission St. Chrischona berufen. Trotz zweier Weltkriege, Inflation und vielen verlorenen Brüdern, hütete er das Vätererbe. Unter seiner Leitung entstanden im Opens internal link in current windowElsass in Frankreich weitere Chrischona-Gemeinden. Ausserdem unterstützte er die Gründung des Brunnen-Verlags in Gießen und Basel. Und nicht zuletzt wurde unter seiner Führung 1925 das Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona eingerichtet.

Sein Motto
„Wir sollen staunen über den herrlichen Reichtum der göttlichen Wahrheit! Wenn wir diese verstehen, werden wir mit Freude aus diesem Lebensquell schöpfen.“

Seine Herausforderungen
Der erste Weltkrieg reduzierte die Zahl der Brüder auf St. Chrischona radikal. Auch gab es wegen der Inflation hohe Defizite, die erst nach und nach abgetragen werden konnten. Im Frühjahr 1922 brannte ausserdem die Scheune mitsamt Stallung komplett ab. Später war der Andrang im neugegründeten Opens external link in new windowMutterhaus sehr gross und im Brüderhaus wurde es ebenfalls eng.


Der direkte Nachfolger von Christian Friedrich Spittler im Amt des Leiters und Inspektors der Pilgermission St. Chrischona
Carl Heinrich Rappard, direkter Nachfolger von Christian Friedrich Spittler

Carl Heinrich Rappard

Leiter und Inspektor 1868-1909
Nach Spittlers Tod wurde Carl Heinrich Rappard (1837-1909) Leiter und Inspektor der Pilgermission St. Chrischona. Unter seiner Leitung entstanden die ersten Opens internal link in current windowChrischona-Gemeinden in der Schweiz und Deutschland. Am Ende seiner Dienstzeit 1909 startete auch die Bibelschule für Frauen – eine der ersten im deutschsprachigen Raum. Seine Ehefrau Dora Rappard ist bekannt als die „Chrischona-Mutter“.

Seine Motto
„Wir müssen erweckt werden. Der Heilige Geist möge uns überführen, heilen. Er erfülle uns als ganze Mannschaft.“

Seine Herausforderungen
Die Suche nach Erneuerung war in dieser Zeit sehr stark. Um 1874 fand eine Heiligungskonferenz in England statt, die auch die Pilgermission veränderte und ihr neue Impulse gab.


Christian Friedrich Spittler gründete 1840 die Pilgermission St. Chrischona
Christian Friedrich Spittler gründete 1840 die Pilgermission St. Chrischona.

Christian Friedrich Spittler

Gründer der Pilgermission St. Chrischona 1840-1867
Opens external link in new windowChristian Friedrich Spittler (1782-1867) hatte die Idee für die Pilgermission: Er schulte junge Handwerker biblisch-theologisch und sandte sie als „Pilgermissionare“ in die Welt. Darüber hinaus gründete er viele weitere sozialdiakonische Werke.

Sein Motto
„Was hilft`s wenn wir beim warmen Ofen und einer Pfeife Tabak die Notstände der Zeit bejammern? Hand anlegen müssen wir und sei es auch nur ganz im Kleinen.“

Seine Herausforderungen
Seine Zeit war geprägt von grosser Unsicherheit in Europa. Napoleon flösste Angst ein. Auch die Armut war gross in Basel und Umgebung. In diesen Zeiten trieb Spittler Mission in einem entchristlichten Europa. Gleichzeitig war es ihm ein Anliegen, dass Christen, die das Evangelium bereits haben, nicht wieder zu Heiden werden.