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Mut und Vertrauen für die nächste Etappe

tsc-Jubilarenfeier 2017


tsc-Jubilare 2017 (Foto: binning.ch)

Im November 2017 feiern rund 140 tsc-Absolventen der Abschluss-Jahrgänge 1992, 1977, 1967, 1957 und 1952 ihre Jubiläen auf St. Chrischona. (Foto: binning.ch)

Am ersten Sonntag im November waren 140 Jubilare und ihre Ehepartner nach St. Chrischona eingeladen. Gefeiert wurden die Jubiläen derjenigen, die vor 25, 40, 50, 60 und 65 Jahren ihren Abschluss am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) gemacht hatten. Ein stimmungsvoller Anlass, der von den heutigen Studenten des tsc musikalisch gestaltet wurde.

Die Feier sei auch ein Etappenziel, an dem man innehalten und Rückschau halten könne, um aus den erzählten Geschichten neuen Mut und Vertrauen für die nächste Etappe fassen zu können, sagte René Winkler, Direktor Chrischona International, bei seiner Eröffnung des Festaktes im Konferenzzentrum auf dem Chrischona-Campus. Eine Reihe von Jubilaren hatte sich bereit erklärt, für kurze Interviews auf die Bühne zu kommen und von ihrem Leben zu erzählen. Und diese Geschichten hatten es in sich. Da gab es nicht nur interessante, spannende berufliche Herausforderungen; es wurde auch ehrlich und offen von Tiefpunkten auf den Lebenswegen gesprochen.

Wie nach Hause kommen

So manch einer hatte eine weite Reise gemacht, um zur Jubilarenfeier zu kommen. Sonja und Ernst Diggelmann, Abschluss-Jahrgang 1977, zum Beispiel. Seit Jahrzehnten arbeiten die beiden als Missionare auf den Philippinen. Auf den Missionsdienst angesprochen, meinte Ernst: «Jeder ist da, wo Gott ihn braucht».

Eine nicht ganz so lange Reise hatte Volker Riewesell hinter sich. Er ist heute Pastor in Schleswig-Holstein im Norden Deutschlands. Als Student hat er selbst am Bau des Konferenzzentrums mitgeholfen und gehört zum ersten Jahrgang, der dort eingesegnet wurde, nämlich 1992. Für ihn war wie für so viele die Anreise nach St. Chrischona «ein Stück wie nach Hause kommen».

In vielen Ländern hat Werner Loertscher, Abschluss-Jahrgang 1977, als Pastor und in verschiedenen Funktionen gearbeitet. Als Jubilar konnte er von seinem heutigen Dienst für «Torrents de Vie» in Avignon berichten. Einer Einrichtung, die Christen unterstützt, die unter persönlichen Probleme wie etwa Abhängigkeiten leiden.

Und Andrea Baur, Abschluss-Jahrgang 1977, erzählte von ihrer seelsorgerischen Tätigkeit. Auf die Frage was sie aus ihrer Zeit auf St. Chrischona mitgenommen habe, nennt sie die Einsicht, «immer auf dem Weg zu sein, und dass neue Erkenntnisse und Veränderungen dazu gehören».

tsc-Dozenten als Jubilare

Mit dabei waren auch einige Öffnet externen Link in neuem FensterDozenten des tsc – die heutigen wie auch ehemalige. Alfred Stäheli, 91 Jahre und immer noch jung, freute sich wie jedes Jahr bei diesem Anlass, seine ehemaligen Studenten wieder sehen zu dürfen. Ganze 26 Jahre lang war er am tsc tätig und hat als Initiator der Kurzbibelschule und Hausvater des «Hauses zu den Bergen» ein gutes Stück Geschichte auf St. Chrischona mitgeschrieben. Im nächsten Jahr, 2018, wird er nicht nur als ehemaliger Dozent, sondern auch selbst als Jubilar begrüsst werden, dann feiert er sein 65. Abschluss-Jubiläum.
 
Ein anderer Dozent wurde schon dieses Jahr als Jubilar empfangen. Dr. Eckhard Hagedorn, Dozent für Neues Testament am tsc, feierte sein 40. Jubiläum als tsc-Absolvent. Auf seine Arbeit mit den heutigen Studenten angesprochen sagte er, wichtig sei es «wach zu bleiben und jedem Studenten jederzeit die volle Aufmerksamkeit zu schenken».

Der emotionale Anker des Glaubens

Natürlich fehlten die aktuellen Informationen zum tsc nicht. René Winkler gab einen kurzen Einblick in die anstehenden Entwicklungen am Theologischen Seminar St. Chrischona und zu den Öffnet externen Link in neuem Fenstertheologischen Studiengängen. Doch getragen wurde das Programm des Tages vor allem durch die Musik. Weil «Lieder der emotionale Anker unseres Glaubens» seien, wurde viel miteinander gesungen. Begleitet wurden die Gesänge vom Studenten-Orchester des Studiengangs «Theologie & Musik» unter der Leitung von Studiengangsleiterin Susanne Hagen.