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13.11.2016 15:03 Alter: 2 yrs
Kategorie: Chrischona International
Von: Markus Dörr

Wie werde ich Kulturarchitekt meiner Gemeinde?

Strategie- und Schulungskonferenz (SSK) 2016


SSK 2016: Rund 650 Teilnehmer im Konferenzzentrum auf St. Chrischona

Rund 650 Pastoren, Mitarbeiter und Mitglieder der Gemeindeleitungen nehmen die Impulse der SSK 2016 auf.

SSK 2016: René Winkler definiert Erfolg in der Gemeinde

Was ist Erfolg in der Gemeinde? René Winkler räumt an der SSK 2016 mit falschen Vorstellungen auf.

Gemeindeleitungen im Gespräch an der SSK 2016

Gemeinsam erarbeiten die Gemeindeleitungen der Chrischona-Gemeinden erste Ideen, wie sie die Kultur ihrer Gemeinde verändern können.

Wie werde ich Kulturarchitekt meiner Gemeinde – in drei Tagen? So lässt sich die Strategie- und Schulungskonferenz (SSK) 2016 von Chrischona International zusammenfassen. Rund 650 Pastoren, Mitarbeiter und Gemeindeleitungsmitglieder aus den Chrischona-Gemeinden erarbeiteten auf St. Chrischona gemeinsam Strategien, die Kultur ihrer Gemeinde so zu gestalten, dass sie Menschen fördert.

Der Duft der Christen

Christen duften nach Jesus Christus. Sie verbreiten den Wohlgeruch seiner Botschaft der Liebe in allen Lebensbereichen, sowohl in der Gemeinde als auch in der Familie und im Beruf. Diesen Auftrag formuliert die Bibel in 2. Korinther 2,15. Um die Christen dabei zu unterstützen, ist die Kultur der Gemeinde entscheidend, in der sie leben. Wie aber sieht eine solche Gemeindekultur aus?

Was ist Erfolg in der Gemeinde?

René Winkler, Direktor Chrischona International, räumte als guter Kenner der Chrischona-Gemeindekultur mit einigen falschen Vorstellungen auf. Opens external link in new windowDer Erfolg einer Gemeinde lasse sich nicht an der Anzahl der Gottesdienstbesucher, der Grösse des Gemeindehauses, der Vielzahl von Veranstaltungen, dem Umfang des Gemeindebudgets oder der Leidenschaft des Pastors messen. „Die kleinen Dinge entscheiden ganz viel“, erklärte René Winkler stattdessen. Eine Gemeinde sei erfolgreich, wenn sie Menschen für ihr Engagement in Beruf, Politik, Familie und Gesellschaft segne und sende. René Winkler erklärte: „Eine erfolgreiche Gemeinde schafft mit Freude Raum für Neue, sie tut nichts aus Angst und sie geht mit offenen Fragen zu Bett.“
Seine Tipps wurden per Livestream auch in rund 120 zugeschaltete Opens internal link in current windowGemeinden übertragen – und fielen auf fruchtbaren Boden. „Das hat mich mega angesprochen!“, „Dazu sollten wir eine Predigtreihe machen“, lauteten erste Reaktionen.

Freudig anfangen, dankbar aufhören

Die meisten Teilnehmer haben nach der Strategie- und Schulungskonferenz (SSK) viele offene Fragen. Das Ziel der Konferenz bestand freilich nicht darin, fertige Konzepte mitzunehmen, sondern weitere Entwicklungen anzustossen. Dafür gab es reichlich Impulse von den SSK-Referenten. Zum Beispiel von Kurt Kammermann, dem langjährigen leitenden Pastor der Freikirche Quelle in Kehrsatz, Kanton Bern. Er machte den Gemeindeleitern Mut, auch mal auf Veranstaltungen oder Programme zu verzichten, wenn die Zeit dafür reif ist. „Man muss freudig anfangen und dankbar aufhören können“, empfahl Kurt Kammermann. Pascal Götz, Jugendpastor Chrischona Pfäffikon, gefiel das: „Mir imponieren Querdenker wie Kurt Kammermann. Einfach mal was streichen!“

Erst Vertrauen, dann Vision

Weitere Tipps für die Kulturarchitekten der Gemeinden gab SSK-Referent Dr. Michael Kock aus der Chrischona-Gemeinde Rheinfelden (Baden). Er plädierte dafür, zunächst an einem vertrauensvollen Miteinander zu arbeiten, sich zum Beispiel selbst verletzbar zu machen. Grundsätzliches Vertrauen sei die Basis jeder Gemeinschaft, erst danach komme die Verwirklichung einer Vision. SSK-Referentin Dr. Elisa Streuli forderte die Teilnehmer heraus, sich selbst zu hinterfragen, wie offen die Gemeindekultur wirklich sei. „Eine Gemeindekultur ist so tragfähig, wie die Bereitschaft und Fähigkeit, Unterschiede anzuerkennen und auszutragen“, analysierte die Soziologie-Dozentin.

Kulturarchitekten an der Arbeit

Zur SSK 2016 lud Chrischona International nicht nur die hauptamtlichen Gemeindemitarbeiter, sondern auch die ehrenamtlichen Mitglieder der Gemeindeleitungen ein. Viele nutzten die Chance und reisten als komplette Gemeindeleitungen nach St. Chrischona. Gemeinsam erarbeiteten sie in den Workshops, Seminaren und freien Zeiten erste Ideen, wie sie die Impulse der Konferenz vor Ort aufnehmen wollen. Manche wollen in ihren Gemeinden Neustarts wagen, offener werden oder einfach mehr Zeit miteinander verbringen. Es bleibt spannend, welche Pläne der Kulturarchitekten demnächst umgesetzt werden.