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«Wir sind unterschiedlich, Gott sei Dank!»

Seniorentag 2018 von Chrischona International


Dr. Michael Diener, Referent des Seniorentages 2018

Michael Diener betrachtet die Gemeinde Gottes als farbenfrohe Frühlingswiese. «Wir sind unterschiedlich, Gott sei Dank!», erklärt er beim Seniorentag 2018.

Seniorentag 2018 mit 650 Teilnehmern

Rund 650 Seniorinnen und Senioren reisten zum Seniorentag 2018 auf den Chrischona-Campus.

Seniorentag 2018: Begegnung mit Benedikt Walker

Die Senioren nutzen den Tag für Begegnungen, beispielsweise mit Dr. Benedikt Walker, dem Rektor des tsc.

Es ist kein Zufall, dass der Seniorentag von Chrischona International und Theologischem Seminar St. Chrischona (tsc) auch 2018 Anfang Mai stattfand. Denn im Frühling steht die Natur auf dem Chrischona-Campus in voller Blüte. Als eine farbenfrohe Frühlingswiese stellt sich für den Referenten Dr. Michael Diener auch die Gemeinde Gottes dar. Rund 650 Senioren hörten sein leidenschaftliches Plädoyer dafür, Unterschiedlichkeiten zu akzeptieren.

Michael Diener ist unter anderem Präses des Ev. Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und Mitglied des Rates der Ev. Kirche in Deutschland. Unterschiedliches zu verbinden, gehört zu seinem Leben. Im Referat wurde deutlich, dass er über eines seiner Herzensthemen sprach. «Die Stärke des Glaubens liegt nicht in der Uniformität, sondern in der Vielfalt geeint durch Christus», ist Diener überzeugt. Um das zu veranschaulichen, verwendete er das Bild einer Frühlingswiese für die Gemeinde Gottes. Manche wünschen sich lieber eine Wiese mit einer Sorte Blumen und sehen Individualität als Problem an, doch widerspreche das dem Schöpfungsgedanken Gottes. Gott habe uns als Menschen geschaffen, die unterschiedlich leben, unterschiedlich glauben, unterschiedlich sind. «Wir sind unterschiedlich, Gott sei Dank», sagte Diener. Er plädierte dafür, diese Individualität als Geschenk annehmen und den Reichtum zu entdecken, der darin liegt.

«Man muss weitherzig sein!»

Die Teilnehmer des Seniorentags verstanden die Botschaft. Der Leiter der Seniorengruppe der Chrischona-Gemeinde Zofingen empfand die Impulse als ermutigend und herausfordernd zugleich. Viele Senioren haben selbst Erfahrungen gemacht, dass andere Glaubensprägungen oder Glaubensauffassungen als schlecht oder gar schädlich beurteilt worden sind. Mancher fühlte sich ertappt, als Diener sagte, dass «wir manchmal schnell dabei sind, vermeintliches Unkraut rauszureissen». Ein pensionierter Chrischona-Pastor sah sich in seiner Auffassung bestätigt, die er aus seiner Diensterfahrung mitgenommen hat: «Man muss weitherzig sein».
Doch wo ist die Grenze der Weitherzigkeit? Und welche Glaubenswahrheiten sollten nicht in Frage gestellt werden? Diener riet dazu, Spannungen auszuhalten und Unterschiedliches stehen zu lassen. Gott habe das letzte Wort, wie es in 1. Korinther 13,12 heisst: «Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht.»

Begegnungen mit alten Freunden und dem tsc

Neben den Impulsen des Seniorentages freuten sich viele Teilnehmer über Begegnungen mit alten Freunden, mit Studenten des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) oder mit Rektor Dr. Benedikt Walker und den tsc-Dozenten. Für strahlende Gesichter und Applaus sorgten die Auftritte des tsc-Chors, der einige seiner frisch einstudierten Lieder präsentierte, zum Beispiel Öffnet externen Link in neuem Fenster«Gott ist wie Frühling». Das sonnige, frühlingshafte Wetter trug sein Übriges bei zur guten Stimmung, welche die Senioren mitnehmen in ihre Gemeinden in Deutschland und in der Schweiz.

Die Mitschnitte und Downloads des Seniorentags 2018 mit Dr. Michael Diener finden Sie hier: Öffnet internen Link im aktuellen Fensterwww.chrischona.org/seniorentag